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Ein frustrierter Junge sitzt in seinem Zimmer an seinen Hausaufgaben

Rechenschwäche und Dyskalkulie bei Schülern und Erwachsenen

Was bedeutet es, wenn man von einer Rechenschwäche oder Dyskalkulie spricht?

  • Resignation und Verzweiflung
  • Widerwillen bei Matheaufgaben
  • Ohne Anschauung geht es nicht
  • Zählen, statt richtig rechnen
Unter Rechenschwäche / Dyskalkulie versteht man eine Entwicklungsverzögerung des mathematischen Denkens. Neueste Studien belegen, dass mehr als 6% der Schüler eines Jahrgangs eine schwere Dyskalkulie hat. Genaue Ursachen, wie es zu einer Rechenschwäche kommt, sind noch nicht gefunden worden. Wird diese jedoch nicht frühzeitig erkannt und behandelt, so können betroffene Schüler schnell in einen regelrechten Teufelskreis geraten, der durch sich häufende Misserfolge im Fach Mathematik angetrieben wird. Es kann so zu weiteren Lern- und Leistungsstörungen und im schlimmsten Fall zum vollständigen schulischen Abrutschen kommen. Wird eine Rechenstörung professionell behandelt, so kann sie in den meisten Fällen überwunden werden.
Oft fallen die Probleme in Mathematik jedoch erst nach einigen Schuljahren auf, da eine Rechenschwäche nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist und die Symptome sehr vielfältig sein können.

Rechenschwäche - was ist das?

Referenzen

  • N. geht das Thema Mathe viel entspannter an, als sie es je zuvor gemacht hatte. Es fast so aus, als hätte sie Spaß an dem Fach ;-)
  • Wir haben UNGLAUBLICHES zu vermelden: C. hat eine 1 in Mathe geschrieben (100% RICHTIG). Wir platzen vor Stolz und denken viel an Sie...... Danke! Ohne Sie wäre das nie möglich gewesen! P.S. C. sagt von sich: "... ich glaub die Dyskalkulie ist weg - ich habe gar nicht mehr solch einen Stress mit Mathe..." :)
  • Toll, toll, toll! Sie haben neben uns beiden auch seinen Mathelehrer glücklich gemacht, der sagte: "Mensch, du hast ja gelernt!“

Fördern statt verzweifeln: Machen Sie den ersten Schritt heute!

Symptome für eine Rechenschwäche / Dyskalkulie

Nicht jeder Schüler und Erwachsene, der nicht rechnen kann, fällt auch sofort auf. Hier gibt es eine Auflistung, die hilft.
Diese Symptome können auf eine Rechenschwäche oder Dyskalkulie bereits in der 1. Klasse hindeuten:
  • Aufgaben werden durch Zählen gelöst.
  • Konzentration in Mathe fällt schwer.
  • Das Ausrechnen dauert sehr lange.
  • Eindeutig falsche Ergebnisse werden nicht erkannt.
  • Mathematische Zeichen werden oft verwechselt.
  • Gelernte Themen werden wieder vergessen.
  • Eine Beispielaufgabe ist immer nötig.
  • Ergebnisse können nicht geschätzt werden.
  • Mathe macht keinen Spaß.
  • “Kästchenaufgaben” bereiten Probleme.
  • Es wird versucht mit Eselsbrücken zu arbeiten.
  • Üben hilft nicht.
Ab der 2./3. Klasse tauchen bei einer Dyskalkulie oder Rechenschwäche folgende Symptome zusätzlich auf:
  • 1×1-Reihen werden wie ein Gedicht gelernt.
  • Zusammenhänge der 1×1-Reihen werden nicht erkannt.
  • Textaufgaben können nicht gelöst werden.
  • Unsicherheiten im Dezimalsystem.
  • Zusammenhänge der Grundrechenarten werden nicht verstanden.
Ab der 5. Klasse deuten zusätzlich folgende Symptome auf eine Dyskalkulie oder Rechenschwäche hin:
  • Drastischer Leistungsabfall auf der weiterführenden Schule.
  • Bruchrechnung wird nicht verstanden.
  • Rechenwege werden mechanisch auswendig gelernt und nicht verstanden.
  • Rechenwege können nicht kurz und knapp erklärt werden.
Wenn ein oder mehrere Punkte zutreffen und Sie Fragen haben, wenden Sie sich an uns.
Eine Auflistung aller möglichen Merkmale würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Das Vorhandensein einzelner oder auch mehrer Symptome muss darüber hinaus nicht automatisch heißen, dass ein Schüler eine Rechenschwäche hat. In einem kostenlosen Erstgespräch in unserem Zentrum in Köln nehmen wir uns viel Zeit, um mit Ihnen über die Situation Ihres Kindes zu sprechen. So gewinnen Sie ein erstes Bild.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Test und Diagnostik von Dyskalkulie, Rechenschwäche und Problemen in Mathematik

Unsere selbstentwickelte Diagnostik hilft, die Ursachen für Probleme in Mathematik besser herauszufinden, als ein klassischer Test.

"Marcel hat in erster Linie ein Konzentrationsproblem. Das hat dazu geführt, dass er in Mathe total abgerutscht ist. Na und mittlerweile hat er noch nicht mal Lust zum Üben. Er ist stinkfaul und schreibt immer schlechtere Arbeiten"
Auszug aus einem Erstgespräch
Hat Marcel nun eine Rechenschwäche oder führten Konzentrationsprobleme zu seinen Problemen in Mathematik? Die Ursachen, die zu einer Dyskalkulie führen können, sind meist sehr komplex und treten oft in Kombinationen auf. Nur wenn die Gründe bekannt sind, ist es möglich ein auf die Bedürfnisse des Schülers individuell abgestimmtes Therapiekonzept zu erstellen und möglich, wirklich und nachhaltig helfen zu können.

Umfassende Diagnostik bei Rechenschwäche / Problemen in Mathematik

Oft besteht Unklarheit, ob ein Schüler bloße Matheprobleme hat oder ein tiefergehendes Rechenproblem vorhanden ist. Um dieses zu klären, bieten wir eine speziell entwickelte Diagnostik an, die einen ersten Aufschluss über die Ursachen der Matheprobleme gibt. Termine für diese 50-minütige Diagnostik (40 Minuten mit dem Schüler, mind. 10 Min Nachbesprechung) zum Preis ab EUR 169,- € können manchmal kurzfristig vereinbart werden. Im Anschluss an die Diagnostik entscheiden wir gemeinsam mit den Familien ob eine Förderung sinnvoll scheint und wie sie aufgebaut sein sollte.

Dyskalkuliediagnosik

Dyskalkulie wird nur vom Kinder- und Jugendpsychiater und Schulpsychologen diagnostiziert. Damit wir herausfinden können, was Ursache und was Symptom ist, ist im weiteren Verlauf manchmal ein Test bei einem Kinder- und Jugendpsychiater sinnvoll. Er besteht aus Erstgespräch, psychologischer Test und einem Leistungstest.

Antworten auf häufige Fragen

Gibt es das Problem Rechenschwäche und Dyskalkulie nur in der Grundschule?
Nein. Ein Kind, das in der Grundschule rechenschwach ist und dem nicht durch eine Rechentherapie oder eine professionelle schulische Förderung geholfen wird, wird rechenschwach bleiben. Deshalb finden sich auch in allen Schulformen rechenschwache Schüler.
Kann auch ein Gymnasiast eine Rechenschwäche oder Dyskalkulie haben?
Ja. Schüler mit einer Rechenschwäche, bzw. Dyskalkulie schaffen es oft durch auswendig lernen oder andere Lösungsstrategien, ihre Probleme in Mathematik zu verbergen. Sie sind nicht selten sogar sehr gute Schüler in Mathematik in der Grundschule.
Sind Schüler und Erwachsene mit einer Rechenschwäche dumm?
Nein. Es handelt sich bei einer Rechenschwäche um ein klar umschriebenes Problem im grundsätzlichen Zugang zur Mathematik. Dieses hat zunächst einmal in keiner Weise etwas mit Intelligenz zu tun.
Reicht es nicht, die Mathematik einfach auswendig zu lernen?
Nein. Bis zu einem gewissen Grad reicht es zwar, Lösungsschritte auswendig zu lernen. Bei diesem Vorgehen entwickelt sich jedoch nicht die mathematische Logik, die spätestens ab der sechsten Klasse unentbehrlich wird.
Kann eine Rechenschwäche oder Dyskalkulie nach der dritten Klasse überhaupt noch geheilt werden?
Ja. Eine Rechenschwäche oder Dyskalkulie lässt sich in jedem Alter erfolgreich überwinden, sofern bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sind.
Ist es gut, meinem Kind mit Rechenschwäche oder Dyskalkulie zu zeigen, wie Plus- und Minusaufgaben untereinander gerechnet werden?
Nein. Auch wenn dieses zu einer kurzfristigen Verbesserung führt, so bedeutet es mittelfristig eher eine Verschlechterung der Situation, da sich kein Mengenbewusstsein entwickelt.
Hilft es, viel mit meinem Kind zu üben, wenn es eine Rechenschwäche oder Dyskalkulie hat?
Nein, sofern ohne Verständnis des Kindes geübt wird. Wir lehnen deshalb auch jegliche Vorgehensweisen ab, in denen Betroffene das Lösen von Aufgaben nur mechanisch üben.
Kann man eine Dyskalkulie oder Rechenschwäche mit einem Test feststellen?
Nicht immer. In den meisten Testverfahren wird mit einem Test nur überprüft, ob ein Kind das Ergebnis einer Aufgabe nennen kann und nicht, wie es dieses erreicht. Aber gerade der gewählte Rechenweg sagt aus, ob ein Kind rechenschwach ist. Wenn bei einem Rechentest herauskommt, dass keine Rechenschwäche vorliegt und die basalen Rechenprobleme dennoch eindeutig sind, sollte in der durchführenden Praxis unbedingt darauf eingegangen werden.