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6 Schlüssel zum Erfolg in Mathematik

Eltern können Ihre Kinder auf dem Weg zum Mathedurchblick unterstützen. Ein paar Anregungen, wie dieses auch noch mit Spaß und ohne Paukerei möglich ist, finden Sie hier.

Gutes Vorbild sein

Wenn ich jede Rechnung mit dem Taschenrechner ausführe, Räume mit einem digitalen Messgerät ausmesse und Rezeptangaben direkt von der online-Datenbank passend umrechnen lasse, dann sehen meine Kinder: Technik ist toll, mit ihr kann man alles schnell, richtig und ohne anstrengende Berechnungen heraus bekommen. Sie fragen sich zurecht: „Wofür soll ich überhaupt das Kopfrechnen lernen? Kein Mensch braucht das mehr!“. Sie erkennen nicht, wie viel Mathematik abseits der ganz offensichtlichen Rechnungen permanent in unseren Köpfen abläuft. Ein paar Beispiele gefällig? Wann muss ich losfahren, um pünktlich zu sein? Habe ich noch genug Geld dabei um die Brötchen zu kaufen? Wie viel Nudeln muss ich kochen, damit alle satt werden? Wie teuer darf das Mitbringsel sein, wenn 3 Familien sich betzeiligen? Wie viel schneide ich vom der Butter ab, um ungefähr 100 Gramm zu erhalten?

All das sind Rechnungen, die nahezu unbewusst in unseren Köpfen ablaufen. Menschen, die diese Überlegungen nicht mal eben so im Kopf lösen können, empfiden solche Dinge als große, tielweise nicht lösbare Herausforderung.

Keiner, der uns zuschaut, kann erkennen, wie viel wir permanent rechnen. Alltagsmathematischen Rechnungen beherrscht aber nur der, der zuvor das Rechnen ohne Geräte erlernt hat, denn gute Kenntnisse über die grundlegende Mathematik, Größen und Mengen und die Zusammenhänge der Rechenarten sind Voraussetzung.

Tipp: Verzichten Sie möglichst oft auf technische Hilfsmittel, wenn Sie etwas ausrechnen müssen. So erkennen Kinder, dass sich die wesentlichen Dinge, die wir für unseren Alltag brauchen auch ohne technische Hilfsmittel bewältigen lassen.

Mathematik in den Alltag integrieren

Mathematik und Realität haben für viele Schüler nichts mit einander zu tun. Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe.
  • Mathematik verschwindet auf den ersten Blick immer mehr aus unserer Realität. Immer bessere und günstigere technische Helfer bieten für fast jedes Problem eine Lösung und nehmen uns das denken ab. Wir scheinen immer weniger selber berechnen zu müssen.
  • Zeitknappheit: Meinem Kind zu zeigen, dass beim Erstellen einer Einkaufsliste oder dem Kochen Mathematik ohne Ende vorkommt, kostet mehr Zeit, als ob ich mal eben schnell die Aufgabe selber erledige.
Es ist essentiell, dass Kinder und Jugendliche merken, an welchen Ecken und Enden Mathematik im Alltag auftaucht. So begreifen sie auch, warum es unerlässlich ist, mit Gleichungen, Prozenten und Funktionen hantieren zu können.

Tipp: Es gibt sie, die Ruhephasen, in denen ich mir Zeit nehmen kann, und Mathematik entdeckbar mache. Es muss nicht oft sein und vor allem nur dann, wenn Sie Zeit haben und der Nachwuchs Lust hat.

Konkret bleiben

Sehr schnell schon werden mathematische Aufgaben sehr abstrakt bearbeitet. Das ist schwerer, als das konkrete Arbeiten, bleibt nicht so gut haften und macht oft weniger Spaß. Die meisten Themen lassen sich aber auch sehr gut konkret bearbeiten. Erst wenn das gut funktioniert, sollte der Schritt zum abstrakteren Lösen vollzogen werden, denn auch dieser ist wichtig.

Tipp: Probieren Sie die Aufgaben, die Ihr Kind lösen muss, mit Gegenständen oder in kleinen Rollenspielen nachzuspielen. Oft findet sich im Spiel fast ohne Nachdenken die Lösung für komplexe Probleme.

Auf dem Laufenden bleiben

Wer nur auf Ergebnisse der Aufgaben seiner Kinder schielt, dem bleibt verborgen, ob ein Thema überhaupt verstanden wurde. Viel entscheidender, als das richtige Ergebnis ist der richtige Lösungsweg.

Tipp: Interviewen sie Ihr Kind regelmäßig zu seinen Aufgaben, es ist ein Experte in diesem Thema. Wie hast Du das heraus bekommen? Kannst Du mir das mal erklären? Sie werden merken, ob das Thema durchschaut wurde, oder nicht.

Wer in Mathe büffelt, hat das Thema nicht verstanden

Es wirkt paradox:

Der schwache Schüler sagt: „Ich hasse Mathe, weil ich dafür so viel lernen muss.“

Starke Matheschüler sagen oft: „Ich liebe Mathe, weil ich so eine faule Socke bin.“

Wie kommt das? Wer Grundlagen in Mathematik versteht, der braucht neue Themen nur in sein schon vorhandenes Wissen einzusortieren und hat unmittelbar begriffen, wie das neue Thema funktioniert. Wer für Mathematik trotz guter Begabung pauken muss, der hat meist Grundlegenderes nicht verstanden. Hier ist es wichtig, nach der Wurzel des Übels zu suchen. Bei Bedarf helfen wir mit unserer Mathe-Analyse.

Tipp: Achten Sie drauf, wie viel Ihr Kind für Mathe üben muss und gehen Sie gegebenenfalls noch einmal ein paar Schritte zurück zu gehen.

Entdecken, statt erklären und büffeln lassen

Wenn Mathethemen als auswendig zu lernende Formeln dargestellt werden, und Lösungswege nur vorgebetet werden, dann macht Mathe keinen Spaß und oft auch keinen Sinn. Viel spannender ist es, die Mathematik gemeinsam zu erforschen.

Tipp: Nehmen Sie sich das aktuelle Thema gemeinsam mit Ihrem Kind vor: Worum geht es? Wofür braucht man das? Kennen wir schon ähnliche Themen? Können wir auch eigene Lösungswege finden?

Tags: Alltag, Erfolg, Kopfrechnen

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